Farben in Eclipse anpassen


In Visual Studio 2012 lässt sich in den Optionen das Farbschema von Weiß auf Schwarz ändern. Da fragte ich mich, ob sowas ähnliches nicht auch bei Eclipse (Juno) möglich ist. Im Eclipse Marketplace wurde ich schließlich fündig.

Es gibt dort zwei Plugins zum Anpassen der Farben, nämlich Eclipse Color Theme und Eclipse 4 Chrome Theme. Mit deren Hilfe können verschiedene Farbschemata für die Editoren ausgewählt und die Farben der IDE angepasst werden.

Installation

Zur Installation öffnet man über Help -> Eclipse Marketplace… das Dialogfenster zum Hinzufügen neuer Plugins. Im Suchfeld muss „Eclipse Color Theme“ eingegeben werden. Die zwei gewünschten Plugins werden ganz oben angezeigt. Über einen Klick auf Install lassen sie sich jeweils installieren. Danach ist evtl. ein Neustart von Eclipse nötig.

Die Plugins im Eclipse Marketplace

Die Plugins im Eclipse Marketplace

Konfiguration

Eclipse 4 Chrome Theme

In den Preferences (Window -> Preferences) muss zunächst unter General -> Appearance das Chrome-Theme ausgewählt werden. Danach lassen sich über den Unterpunkt Chrome Theme die gewünschten Farben einstellen.

Eclipse Color Theme

Die Editorfarben lassen sich unter Appearance -> Color Theme einstellen. Hier einfach das gewünschte Theme auswählen. Eine Übersicht der Themes gibt es auf der Projektwebsite. Nachdem die geöffneten Editoren geschlossen wurden, werden die neuen Farben verwendet.

Auswahl des Farbschemas

Auswahl des Farbschemas

Ergebnis

So könnte das fertig konfigurierte Eclipse-Fenster dann aussehen. Als Editortheme wurde frontenddev verwendet.

Fertig konfiguriertes Eclipse

Fertig konfiguriertes Eclipse

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AwesomeWM auf 3.5 migrieren


Da in letzter Zeit bei vielen Leuten vermehrt Probleme nach dem Update von Awesome 3.4 auf 3.5.x auftreten, hier nun ein kleiner Blogpost zum Thema. Ich werde erklären, welche Schritte notwendig sind, um den Fenstermanager nach dem Update wieder zum Laufen zu bringen.

Fehlerbeschreibung

Nach dem Update auf 3.5 treten verschiedenste Fehler auf, z.B.

attempt to call field ‚remove_signal‘ (a nil value).

Zudem werden evtl. Themes nicht geladen und der Autostart von Programmen schlägt fehl.

Erklärung & Lösung

Das liegt daran, dass beim Versionssprung eine recht große Anzahl von Änderungen durchgeführt wurden. Unter anderem wurden folgende Funktionsnamen geändert:

  • add_signal zu connect_signal
  • remove_signal zu disconnect_signal

Eine vollständige Liste aller Änderungen findet sich im Awesome Wiki.

Falls die Standard rc.lua (Also die Konfigurationsdatei) nicht oder nur minimal geändert wurde, empfiehlt es sich, die Datei „/etc/xdg/awesome/rc.lua“ zu kopieren und die gewünschten Änderungen manuell zu machen (Die rc.lua unter /etc/xdg/awesome ist bereits für Version 3.5).

Ist die Konfigurationsdatei aber sehr stark modifiziert, ist es sinnvoller, die Datei für Awesome 3.5 zu migrieren. Das heißt, die Methodennamen ändern, die Module Variablen zuweisen usw. (Siehe Eintrag im Awesome Wiki)

Themes & Extensions

Die oben genannten Änderungen müssen natürlich auch im verwendeten Theme und eventuellen Erweiterungen gemacht werden. Tut man das nicht, sieht es dann ungefähr so aus:

Fehler wegen fehlerhafter theme.lua

Fehler wegen fehlerhafter theme.lua

Die Awesome-Themes befinden sich normalerweise unter /usr/share/awesome/themes.

Anpassen der awesome.desktop

Nur nötig, wenn zum Autostart von Programmen wie xscreensaver oder wicd ein Shellskript benötigt wird, auf das in der /usr/share/xsessions/awesome.desktop verwiesen wird.

Der Verweis auf das Shellskript muss dann neu in die awesome.desktop geschrieben werden, da ansonsten nur awesome ausgeführt wird.

Vorher/Nachher awesome.desktop

Vorher/Nachher awesome.desktop

Nachdem all diese Schritte durchgeführt wurden, sollte wieder alles so funktionieren wie gewohnt. Zum Testen der Änderungen empfehle ich Xephyr, das kann einem viel Zeit sparen.

Bei Fragen einfach ein Kommentar schreiben, vielleicht kann ich ja helfen.

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Nerdiges Adventsquiz


Heyho,

nach einer gefühlten Ewigkeit der Abstinenz nun wieder mal ein wenig Schleichwerbung kurzer Post.

Ich möchte euch darauf aufmerksam machen, dass morgen (Freitag) das Adventsquiz des allseits bekannten Onlineshops getDigital startet. Es gibt dort natürlich nicht nur langweiliges Geld zu gewinnen; der Hauptpreis ist ein lizensiertes Lichtschwert-Replikat (ob es allerdings auch eine Mickey Mouse dazu gibt, kann ich nicht sagen *gg*).

Für mehr Text bin ich momentan zu schreibfaul, deshalb schaut einfach mal auf der Seite von getDigital vorbei, wenn ihr Lust auf ein paar Rätsel habt.

Schönen Tag noch

P.S.: Ich bekomme keine Vergütung für das Verfassen dieses Beitrags
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USSD-Wipe nicht nur bei Samsung möglich


Einem Artikel auf theverge.com zufolge beschränkt sich die Lücke, mit der sich per USSD beispielsweise das komplette (Android-)Gerät wipen lässt, nicht nur auf Smartphones von Samsung. Demzufolge konnte das gleiche Verhalten auch auf einem HTC One X sowie einem Motorola Defy beobachtet werden.

Die Lücke liegt also möglicherweise in der Dialer-App, welche die USSD-Codes nicht korrekt erkennt bzw. ausfiltert. Die einzige Android-Version, welche von dem Bug nicht betroffen sein soll, ist Android 4.1.

Nutzer, die eine andere Version in Betrieb haben, können sich z.B. über die App NoTelURL schützen. Alternativ kann man natürlich auch über die Installation einer anderen Dialer-App nachdenken. Beim Samsung Galaxy S3 hingegen soll das Problem bereits durch ein Update gelöst worden sein.

Heise online stellt eine Demoseite bereit, mit der sich testen lässt, ob ein USSD-Wipe beim eigenen Gerät möglich ist.

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We Are Legion – The Story of the Hacktivists


Heute gibt es einen Filmtipp für alle interessierten Leser: In der Doku „We Are Legion – The Story of the Hacktivists“ geht es um die Entstehung und Geschichte des Anonymous-Kollektivs. Das zirka 1,5 Stunden lange Video behandelt dabei u.a. Themen wie die Aktionen gegen Scientology, Operation Payback und die zahlreichen Hacks gegen Sony. Mit dabei ist auch Barett Brown, der vor einigen Tagen vom FBI verhaftet wurde.

Meiner Meinung nach ein absolut sehenswertes Stück Videomaterial für jeden, der sich für Hacktivismus und/oder Anonymous interessiert.

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Netzkulturtag!



Es ist der 06.08.2012. Der erste Netzkulturtag findet heute statt!

Ich feiere den Tag u.a. mit freien Betriebssystemen, freier Software und cooler, freier Musik.
Desweiteren möchte ich folgenden Menschen danken:

  • Allen, die sich tagtäglich auf diversen Foren um die Probleme anderer Leute kümmern
  • Allen, die ihr Wissen über Blogs, Videos, Podcasts oder andere Medien kostenlos weitergeben
  • Allen Open-Source-Entwicklern und Administratoren, die dafür sorgen, dass mein Betriebssystem sowie die Server im Internet so stabil laufen
  • Allen, die Webseiten auf Sicherheitslücken prüfen, diese verantwortungsvoll an die Betreiber melden und somit das WWW zu einem sichereren Ort machen
  • Allen Netzaktivisten, die sich für ein freies & offenes Internet einsetzen
  • Und natürlich allen, die den Netzkulturtag möglich gemacht haben (+ alle, die ich vergessen habe)

Euch allen einen schönen Netzkulturtag!

PS: Allen ist schon ein komisches Wort, oder?

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Alternative Suchmaschinen


Google ist zurzeit (noch immer) die am häufigsten benutzte Suchmaschine. Doch warum eigentlich? Wegen der Bekanntheit? Nutzen es die meisten Leute nur, weil es alle nutzen und sie keine guten Alternativen kennen? Das ist meine Annahme. Dabei ist es kein Geheimnis, dass das Unternehmen Daten wie Suchanfragen und IP-Adresse protokolliert. Grund genug also, sich mal nach anderen Suchmaschinen umzusehen. In diesem Artikel stelle ich euch drei empfehlenswerte, alternative Seiten vor.

DuckDuckGo

Bei duckduckgo.com wird Datenschutz groß geschrieben. Es werden keinerlei persönlichen Daten gesammelt. Wem das noch nicht reicht, kann für absolute Anonymität auch die Tor Exit Enclave benutzen. Sehr gut gefällt mir folgendes Feature: Gibt man ein einzelnes Wort in die Suchleiste ein, wird einem direkt die Bedeutung des Wortes angezeigt.

Daneben gibt es noch weitere Extrafunktionen, so lassen sich z.B. Berechnungen oder Umwandlungen durchführen. Das alles macht DuckDuckGo derzeit zu meiner favorisierten Suchmaschine.

Startpage Web Suchen

Auch hier liegt der Fokus beim Datenschutz. Startpage (welches übrigens auf ixquick basiert) wurde mit dem Europäischen Datenschutz-Gütesiegel ausgezeichnet und bekam das Certified Secure Siegel verliehen. Die Seite holt sich die Suchresultate von Google; sie fungiert quasi als Proxy. Dazu wird die Suchanfrage angenommen, bestimmte Informationen entfernt und an Google weitergegeben. Google bekommt also nur die IP von Startpage mitgeteilt. Die IP des Nutzers wird nicht gespeichert, ebenso wenig wie die Suchanfragen. Definitiv ein interessantes Projekt.

Eine Suchanfrage bei Startpage

Eine Suchanfrage bei Startpage

Ecosia

Die grüne Suche: Wer mit Ecosia sucht, unterstützt die Arbeit des WWF im Amazonas. Das funktioniert so: Klickt ein User auf eine Suchanzeige innerhalb des Suchergebnisses, erhält Ecosia dafür einen bestimmten Geldbetrag. Mindestens 80% dieser Einnahmen werden dann für den Schutz des Regenwaldes eingesetzt. So konnten schon über 900.000 € gespendet werden.

 

Die Suchmaschine holt sich die Suchergebnisse von Bing und Yahoo. Bei Ecosia wird laut eigener Angaben großer Wert auf Datenschutz gelegt. Innerhalb von 48 Stunden werden die gesammelten Informationen angeblich wieder gelöscht.

Eine Suchanfrage bei Ecosia

Eine Suchanfrage bei Ecosia

Fazit

Die oben aufgezählten Seiten machen deutlich, dass es viele tolle Alternativen zur Google-Websuche gibt. Warum also nicht über einen Wechsel nachdenken und damit z.B. noch etwas für die Umwelt tun?

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